Checkliste: Home-Office

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Arbeitsrecht

  • In Deutschland gibt es (aktuell) kein Recht auf ein Home-Office, dies muss vertraglich ausgehandelt werden 
  • Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag, Home-Office Vereinbarung (befristet)
  • Einhaltung aller Arbeitsgesetze insbesondere des Arbeitszeitgesetzes, BR-Beteiligung nach § 87 Abs.1 Nr. 2,3 BetrVG
  • Betriebsvereinbarung zum Thema Home-Office
  • Beteiligungsrechte des Betriebsrates bei einer Versetzung, §§ 95 Abs. 3, § 99 BetrVG

Gesundheitsschutz

  • Gefährdungsbeurteilung, § 5 ArbSchG, § 3 ArbStättVO
  • Bildschirmarbeitsplatzverordnung nun in ArbeitsstättenVO
  • Arbeitsschutz, § 12 ArbSchG, § 89 BetrVG
  • Gesundheitsschutz, Arbeitsplatz Ergonomie/Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsstättenverordnung, 
  • Begehungsmöglichkeit durch Arbeitgeber, Einwilligung einholen ggf. auch von Mitbewohnern der Wohnung/Hauses
  • Gesundheitsschulungen: Rückengymnastik, Ernährung, Entspannungsübungen
  • Besser Abschalten können durch Bereiche trennen, grds. festen Arbeitsplatz haben z.B. eigenes Zimmer oder Bereich in der Wohnung/Zimmer.
  • Ständige Bildschirmarbeit: Nicht nur am Notebook, PC, Tablet, Smartphone arbeiten. Bildschirmzeit bewusst reduzieren. Auch Unterlagen auf Papier Vor-/Nachbereiten vorbereiten
  • Auf ausreichend Tageslicht, Belüftung achten
  • Pausen setzen und einhalten
  • Störungen im Home Office – Familie, Kinder versuchen zu reduzieren, ggf. Arbeitszeiten entsprechend aufteilen 
  • Vereinsamung im Home-Office, Keine sozialen Kontakte> virtuelle Teamgespräche
  • Ständige Erreichbarkeit
  • Obligatorische Beteiligung des Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG 

Datenschutz

  • Schulung/Unterweisung in Hard-/Software/Datenschutz
  • Sichere Internetverbindung zum Betrieb/Arbeitsplattform
  • Vereinbarung, welche Hard-/Software geschäftlich zu nutzen ist. E-Mail, Messenger, Videokonferenztool, Terminplaner etc. 
  • Unterlagen verschließen vor der Einsichtnahme von Dritten/auch Mitbewohnern, datenschutzkonform vernichten, Papiere Unterlagen z.B. Aktenvernichter mit entsprechender DIN Norm (keine Streifen).
  • Nicht auf Balkon, Terrasse telefonieren, so dass Dritte vom Inhalt des Gesprächs Kenntnis nehmen können. Auch im Home-Office Raum Kopfhörer nutzen, Tür und ggf. Fenster beim Telefonieren schließen.
  • Gutes Arbeitsmaterial, schnelle Internetverbindung
  • Konkrete Ansprechpartner bei technischen Problemen, Wartungen, Störungen etc.
  • Das Qualitlätsmanagement für den Datenschutz kann weitgehend auch für den Schutz von Geschäftsgeheimnissen genutzt werden.
  • Obligatorische Beteiligung des Betriebsrates nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Versicherungsschutz

  • Trotz einer immer stärkeren Vermischung von Leben und Arbeiten - gerade im Home-Office wird bei einem Arbeitsunfall durch die Versicherung/Berufsgenossenschaft, streng zwischen privaten und beruflichen Tätigkeiten getrennt. Da kann es schon darauf ankommen - was man gerade beabsichtige zu tun und wo man sich gerade genau in der Wohnung befand. 
  • Der Versicherungsschutz besteht grds., solange die Tätigkeit betriebsbezogenen Zwecken dient. Versichert sind ebenfalls die hierfür erforderlichen Wege
  • Wird eine IT-Security Versicherung benötigt? Haftpflicht?

Digitale Führung

  • Schaffen von Verbindlichkeiten, Termine, genauen Vorgaben
  • Tagesziele/Wochenziele vorgeben
  • Regelmäßige – aber keine sinnlosen – Meetings um in Kontakt mit dem Team zu bleiben und auch einen „Team-Geist“ zu fördern.
  • Motivation aufrecht erhalten
  • Regelmäßig konstruktives Feedback geben

Selbstorganisation

  • ToDo-Listen erstellen, Ziele definieren
  • Terminkalender führen
  • Ordnung halten
  • Am Ende der Arbeit abhaken was erledigt worden ist und aufschreiben welche Schritte noch zu erledigen sind, welche morgen direkt erledigt werden müssen.

 

Diese Liste ist nicht abschließend.